Offseason und die Kurzfristigen Effekte des Detraining [<4 Wochen]

Was ist eine Offseason?

  • Die Off-Season im Radsport ist eine geplante Ruhephase, in der Athleten eine Trainingspause einlegen, um sich körperlich und geistig zu erholen.
  • Sie dient dazu, Übertraining zu verhindern und die Regeneration zu fördern.
  • Sie findet am Ende der intensiven Wettkampfsaison stattfindet.
  • Die Dauer der Off-Season variiert je nach Erschöpfungsniveau, reicht jedoch normalerweise von einer Woche bis zu mehreren Wochen.
  • Während dieser Zeit verliert man zwar etwas Fitness, kann aber gut erholt in die Saison einsteigen und stärker zurückkommen.

Was ist Detraining?

  • Unter Detraining versteht man den teilweisen oder vollständigen Verlust von trainingsinduzierten Anpassungen als Reaktion auf einen unzureichenden Trainingsreiz.
  • Die Merkmale des Detrainings können je nach Dauer der Trainingsunterbrechung oder des unzureichenden Trainings unterschiedlich sein.
  • Kurzfristiges kardiorespiratorisches Detraining ist bei hochtrainierten Athleten durch einen schnellen Abfall der maximalen Sauerstoffaufnahme (14%) und des Blutvolumens (5-12%).
  • Die Herzfrequenz bei Belastung steigt nicht ausreichend um das verringerte Schlagvolumen auszugleichen, und das maximale Herzzeitvolumen (10-17%) ist daher reduziert.
  • Aus metabolischer Sicht impliziert die kurzfristige Inaktivität eine erhöhte Abhängigkeit vom Kohlenhydrat-Stoffwechsel während des Trainings, was sich in einem höheren Atmungsaustausch(10%) Lipaseaktivität, GLUT-4-Gehalt (17-33%), Glykogenspiegel (20%) und Laktatschwelle auswirkt.
  • Auf Muskelebene sind die Kapillardichte (50%) und die Aktivität oxidativer Enzyme (25-45%) reduziert.
  • Die trainingsbedingten Veränderungen der Faserquerschnittsfläche werden umgedreht [Switch auf Typ Ia].
  • Hormonelle Veränderungen umfassen eine verringerte Insulinempfindlichkeit, ein möglicher Anstieg des Testosteron- und Wachstumshormonspiegels bei Kraftsportlern und eine Umkehrung der kurzfristigen trainingsinduzierten Anpassungen der Flüssigkeitselektrolyt regulierenden Hormone.

(Padilla, 2000)

Vergleich einer Gruppe Kajaker die nicht trainierten und die trainierten (5 Wochen)
Wie der Grafik zu entnehmen ist gibt es negative physiologische Veränderung der Gruppe die kein Training machten im Vergleich zur Gruppe die trainierten.

(Jesús García-Pallarés, 2009)

Wieso machen wir dann eine Offseason wenn wir schlechter werden?

  • Erholung und Regeneration (physisch und psychisch)
  • Zeit für die Familie

Unser Fazit:

  • Die Offseason bietet Gelegenheit zur Erholung und Regeneration, sowohl physisch als auch psychisch, was entscheidend ist, um wieder 100% motiviert für die neue Saison zu sein.
  • Sie ermöglicht Sportlern, sich nach einer intensiven Trainingsperiode zu erholen und gleichzeitig Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.
  • Obwohl das kurzfristige Detraining unerwünschte physiologische Veränderungen mit sich bringt, wird in der Offseason die Muskulatur wieder hergestellt, kleine Verletzungen heilen aus und mental kann man sich wieder gut erholen. Die Mentale Komponente wird dabei leider oft vernachlässigt. Wichtig ist das man bei den Rennen wieder fit ist und besser als letzte Saison performen kann und nicht in der Offseason!
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